Vitamin D

(Normbereich: Vit D (25-OH) 32.00 - 80.00ng/ml)

Neben einer gesunden Lebensführung, ist ein guter Vitamin-D-Status bei Frau und Mann eine wichtige Voraussetzung um glücklich schwanger zu werden. Bei der Frau unterstützt das Sonnenvitamin die Fruchtbarkeit, einen störungsfreien Schwangerschaftsverlauf, eine komplikationsarme Geburt sowie eine gesunde Entwicklung des Kindes im Mutterleib

Beim Mann kann Vitamin D die Fertilität unterstützen. Die Spermienqualität und Spermienbeweglichkeit des Mannes wird durch Vitamin D verbessert. Darüber hinaus kann ein mütterlicher Vitamin-D-Mangel zu einer Störung der Immunbalance zwischen Thl- und Th2-Zellen führen und dadurch Abstoßreaktionen in Form eines Abortes erhöhen.

Vitamin-D-Mangel steigert das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie (zeigt eine Studie an 274 Schwangeren mit einen fünffach erhöhten Risiko). Eine gute Vitamin D-Versorgung kann das Risiko für eine Präeklampsie deutlich senken, das belegt auch eine klinische Studie mit 494 Schwangeren. Dabei führte die Supp von 4000 IE Vitamin D täglich in der zweiten Schwangerschaftshälfte zu einer Reduktion des Risikos einer Präeklampsie um 30%. Die durch Vitamin-D-Mangel bedingten Störungen des Knochenstoffwechsels können auch zum Beckenbruch unter der hohen Belastung der Geburt führen. Eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D löst zudem eine Muskelschwäche der Gebärmutter- und Rumpfmuskulatur aus. Zur Rumpfmuskulatur werden Rücken-, Brust-, Bauch-, Beckenbodenmuskulatur sowie Zwerchfell gezählt. Bei einem normalen Körpergewicht empfehlen wir täglich 1500-2000 IE Vitamin D einzunehmen.

Ein Mangel während der Schwangerschaft ist mit verschiedenen kurz- und langfristigen Gesundheitsrisiken für den Säugling und das Kind verbunden. Diese gehen weit über Mineralisations- und Wachstumsstörungen des Knochens, den typischen Symptomen der Vitamin-D-Mangel-Krankheit Rachitis hinaus. Da der mütterliche Vitamin-D-Status einen großen Einfluss auf das Immunsystem des Kindes hat, dürfte ein Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft das Risiko beim Kind auf Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Multiple Sklerose oder rheumatoide Arthritis erhöhen.

Kinder mit Vitamin-D-Mangel hatten in Studien ein 4-fach erhöhtes Risiko für Typ 1Diabetes. Die grob- und feinmotorische sowie die soziale Entwicklung profitiert bei Kindern mit guter Vitamin-D-Versorgung. Es hat eine besondere Bedeutung bei der

les Gehirns und des Nervensystems. Das Schizophrenie-Risiko ist bei ausreichender Versorgung deutlich reduziert. Auch die Entwicklung der Atemwege wird durch Vitamin D unterstützt und nach einigen Studien ist eine gute Versorgung mit Vitamin D in der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr aufgrund der immunmodulieremden Wirkung des Sonnenvitamins sogar das Risiko für Erkrankungen wie Asthma bronchiale und allergische Rhinitis (Heuschnupfen) im späteren Lebensalter zu verringern.

Säuglinge die ausschließlich gestillt werden und keine Vitamin-D-Präparate erhalten: Die stillenden Mütter dieser Säuglinge sollten täglich 4000-6000 IE Vitamin D supplementieren, damit ihr Kind ausreichend über die Muttermilch versorgt ist. Sonst ist die normale Versorgung für diese Kinder ca. 500 IE Vitamin D tägl.